Mission Siret

Genossenschaft unterstützt Hilfsaktion

39 Wochen im Einsatz, 181 Freiwillige vor Ort, 1400 Tonnen verteilte Hilfsgüter und 70.000 gefahrene Kilometer (Stand Ende Januar 2023) – das ist die vorläufige Bilanz der >>> Mission Siret. Hinter diesen nüchternen Zahlen stecken enorm viel Engagement und der Wille, ukrainischen Binnenflüchtlinge an der Grenze zu Rumänien zu helfen. Die Provinzialsächsische Genossenschaft hat die Initiative im Januar mit einer Spende in Höhe von 50.000 Euro unterstützt und setzt damit ihre Ukraine-Hilfe aus dem vergangenen Jahr folgerichtig  fort.

 

„Galt unsere Aufmerksamkeit am Anfang des Krieges den Flüchtlingen, die nach Deutschland strömten und die einer Unterkunft, aber auch besonderer Zuwendung bedurften,“ so Kommendator Carl Albrecht Bartmer, „wollen wir uns jetzt den Menschen in den Flüchtlingslagern vor Ort zuwenden, wo sich die Versorgungssituation, gerade auch im Winter, drastisch verschärft hat.“ 

 

Die Genossenschaft hatte zu Beginn des Krieges 80.000 Euro für die JHG-Aktion >>> Gib den Geflüchteten ein Dach zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe großzügiger privater Spenden und der Hertie-Stiftung wurde dieser Betrag aufgestockt und die JHG-Aktion Ende August erfolgreich beendet. Nun fließt das noch verfügbare Geld nach einem Konventsbeschluss an Mission Siret.

Neben finanzieller Unterstützung bringt sich die Genossenschaft auch mit persönlicher Hilfe bei Mission Siret ein. 


Michael Volta

"Zu den eindrücklichsten Erlebnissen bei "Mission Siret" gehört die persönliche Begegnung mit den Menschen in der Ukraine. Der Blick in das Gesicht eines Kindes, das auf dieser Welt nichts und niemanden mehr hat, lehrt mehr über die Natur des Krieges, als es alle Bücher jemals könnten. Die erlebte Dankbarkeit für unseren kleinen Beitrag, die Not zu lindern, und für das Signal "ihr seid nicht allein" haben sich tief eingeprägt."

Carl-Ferdinand Albrecht

"Eine bewegende Situation war der Besuch einer Flüchtlingsunterkunft in der Nähe der Stadt Czernowitz, in der vornehmlich junge Frauen und deren Kinder untergebracht waren. Man konnte die physischen und insbesondere psychischen Herausforderungen, die diese Menschen zu überstehen haben, nur erahnen. Die Stille in einem Speisesaal während des Essens in völliger Dunkelheit werde ich nicht vergessen.

 

Beeindruckt hat mich auf der anderen Seite der Wille zum Sieg der Bürger der Ukraine, die wir außerhalb der Lager treffen konnten- verbunden mit einer großen Portion Optimismus und Lebensfreude."

 

Viel Freude hat die Teamarbeit gemacht- schnell bildeten sich produktive Strukturen aus unterschiedlichen Charakteren, beruflichen Hintergründen und Erfahrungen heraus. Wir waren eine gute Mischung aus Jung und Alt. Dies spiegelte sich insbesondere in sehr gemütlichen Abenden in der Küche von Holy Daniel wieder."